Vermarktung

Die Stadt Kehl möchte die Entstehung eines Quartiers fördern, das sich durch eine große Vielfalt seiner Gebäude wie seiner Bewohnerschaft auszeichnet. Dazu werden zum Beispiel Projekte für Menschen mit einem besonderen Wohnbedarf (wie Menschen mit Behinderungen oder Senioren) unterstützt. Sowohl Bauträgerprojekte als auch Einfamilienhausgrundstücke sind vorgesehen. Ein spezielles Augenmerk legt die Stadt Kehl auf Projekte von Baugruppen. Interessengemeinschaften werden besonders unterstützt und bei der Zuteilung von Grundstücken mit Priorität behandelt. Erschließungsfreies Bauland soll zu einem Preis von 260 bis 390 Euro je Quadratmeter verkauft werden.

Stand der Vermarkung
Über das Vermarktungskonzept für das Neubaugebiet Schneeflären hat der Gemeinderat am 30. September 2015 entschieden. Das Konzept sieht vor, dass ein Anteil der Baugrundstücke bevorzugt an Baugemeinschaften zur überwiegenden Eigennutzung abgegeben wird. Entstehen sollen neben geförderten und mietpreisgebundenen Mietwohnungen auch privat finanzierte Eigentumswohnungen.
Im Baugebiet hat die Stadt in einer ersten Ausschreibung Grundstücke zum Bau von Miet- und Eigentumswohnungen sowie zum Bau von Reihenhäusern veräußert. Die Ausschreibungsfrist endete am 31. März 2016. Bewerbungen um Grundstücke in dem Baugebiet sind daher aktuell nicht mehr möglich. Derzeit sind alle Bauflächen reserviert, bei vielen hat der Gemeinderat bereits über die Vergabe entschieden. Die acht städtischen Bauplätze für Ein- und Zweifamilienhäuser im Gewann „Mosrin“ (östlich des Tennisplatzes) sind beispielsweise bereits vergeben.

Energie-/Nahwärmeversorgung
Die Energieversorgung soll in Teilbereichen des Quartiers Schneeflären durch den Bau eines umweltfreundlichen Nahwärmenetzes mit Einspeisung durch das Blockheizkraftwerk Kreuzmatt erfolgen. In den Grundstückskaufverträgen wird ein Anschluss- und Benutzungszwang festgelegt, so dass ein wirtschaftlicher Betrieb möglich ist. Die ersten Kostenkalkulationen basieren auf der Annahme, dass die angeschlossenen Gebäude einen Bedarf von 35 kWh/m²/a für die Heizung und 25 kWh/m²/a für Warmwasser haben. Bauherren, die in eines der angeschlossenen Gebäude ziehen, erfüllen durch den Anschluss an das Nahwärmenetz bereits die Anforderungen des Erneuerbare Energien Wärmegesetzes (EEWärmeG). Außerhalb des Nahwärmenetzes ist ein Anschluss an das Gasnetz von Norden und Süden möglich. Die Anforderungen des EEWärmeG müssen in diesem Fall unter anderem über Luftwärmepumen und die solare Warmwasserbereitung erfüllt werden.

Für Interessenten an einem Baugrundstück in Schneeflären stellt die Stadt hier nützliche Unterlagen zur Wärmeversorgung zur Verfügung:

- Anmeldung / Anfrage Anschluss an Wärmenetz
- Mustervertrag zur Wärmeversorgung
- Preisblatt zur Wärmeversorgung
- Berechnungsbeispiel zur Fernwärmeversorgung
- Bescheinigung über die Erfüllung der Anforderungen an die Wärmelieferung
- Bescheinigung des Wärmenetzbetreibers über die energetische Bewertung der Fernwärmeversorgung (Primärenergiefaktor)
- Erklärung der technischen Anschlussbedingungen
- Verordnung über allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme

Regenwasser
Regenwasser soll vor Ort gesammelt und gedrosselt in den Vorfluter abgeleitet werden. Vorgesehen ist, die technischen Anlagen und das Wasser als gestalterisches Element im öffentlichen Raum einzusetzen und das Bewusstsein für den Wasserkreislauf zu stärken.

Kehl

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