Stadtentwicklung in Kehl - ein Prozess mit breiter Bürgerbeteiligung

Wie wollen Kehlerinnen und Kehler in ihrer Stadt künftig zusammenleben?

Wie wollen Kehlerinnen und Kehler in ihrer Stadt in Zukunft leben? Das war die zentrale Frage in einem breitangelegten Beteiligungsprozess, der im Herbst 2017 begonnen hat. Weit mehr als 1500 Bürgerinnen und Bürger haben an der vom Stuttgarter Büro Reschl Stadtentwicklung konzipierten Haushaltsbefragung teilgenommen, waren an Workshops und Fokusgruppengesprächen beteiligt. Auch Kinder und Jugendliche haben ihre Vorstellungen dazu eingebracht, wie ihre Stadt einmal aussehen soll. Die Ergebnisse dieses sehr breit angelegten Beteiligungsprozesses sind eingeflossen in das im Herbst 2021 veröffentlichte 246 Seiten umfassende Werk mit dem Titel „Stadtentwicklungskonzept Kehl 2035“.  Wer das Ergebnis in gedruckter Form lesen möchte, hat dazu in der Mediathek sowie im Rathaus I oder in den Ortsverwaltungen die Möglichkeit. 

Präsentieren die gedruckten Exemplare des Stadtentwicklungskonzepts Kehl 2035: Erster Beigeordneter Thomas Wuttke (links) und Oberbürgermeister Toni Vetrano.zoom

Auch wenn die Jahreszahl 2035 (noch) weit in die Zukunft weist: „Die Zukunft beginnt jetzt“, stellt Oberbürgermeister Toni Vetrano klar. Im Stadtentwicklungskonzept gehe es, erläutert er, um sehr viel mehr als ums reine Bauen: „Es geht vor allem darum, wie wir uns in unserer Stadt so aufstellen, dass wir eine soziale Spaltung unserer Stadtgesellschaft verhindern.“ Diese Frage sei durch die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen noch drängender geworden.

Das Wort Corona kommt im Konzept indes nicht vor. Und zwar aus dem ganz einfachen Grund: Es war zur Zeit der Erarbeitung noch nicht bekannt. Hätte man nun aber versucht, die Folgen der Pandemie noch mit ins Konzept einzubauen, „hätten wir das Werk noch lange nicht vorlegen können, denn Ereignisse, die ein Nachsteuern erfordern, gibt es immer“, erklärt Toni Vetrano. Deshalb taucht im Konzept auch das Kombibad noch auf, obwohl im Moment offen ist, ob und wann die Stadt das Projekt verwirklichen kann. Gerade aber weil es im Stadtentwicklungskonzept nicht um Projektlisten geht, sondern ums Zusammenleben in der Stadt, „wird dieses Werk uns dabei helfen, die Folgen von Corona zu bewältigen und – hoffentlich – gestärkt aus der Krise hervorzugehen“.

Wichtige Themen im Konzept sind eine soziale Stadtentwicklung mit bezahlbarem Wohnraum, einer ausreichenden Zahl an Plätzen in den Kindertageseinrichtungen sowie in der Ganztagsbetreuung in den Schulen. Moderne, digitalisierte Schulgebäude, flächendeckende Breitbandversorgung, intelligente Mobilitätskonzepte, Klimafolgenanpassung und Klimaschutz sind zentrale Themen der Stadtentwicklung ebenso wie Integration und Inklusion. „Hier fangen wir nicht bei null an, sondern sind bereits auf einem guten Weg“, sind sich Toni Vetrano und Thomas Wuttke, Erster Beigeordneter der Stadt Kehl, einig.
Mit dem Stadtentwicklungskonzept ist ein Entwicklungsrahmen, sind „Leitplanken“ vorgegeben, wie der OB formuliert. „Das vorliegende Konzept ist kein Endpunkt, sondern der Beginn eines spannenden Prozesses, an dem sich Kehlerinnen und Kehler weiterhin aktiv beteiligen können.“ 

 

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